Charles Edward Ives (1874-1954), Sohn eines Militärkapellmeisters, genoss von früh an eine musikalische Ausbildung und studierte dann Musik an der Yale University. Nach Abschluss des Studiums entschied er sich aber dafür, seinen Lebensunterhalt als Versicherungskaufmann zu verdienen, um nicht wegen finanzieller Sachzwänge Kompromisse in seiner Musik eingehen zu müssen. Die Dissonanz vieler seiner Werke fand Anfang des 20. Jahrhunderts keine große Anhängerschaft, und seine Musik wurde selten aufgeführt. Nach Ives' Ansicht war aber die Bezeichnung "nett" die übelste Art, Musik abzuklassifizieren. Seit den '40er Jahren gewann seine Musik zunehmend an Bedeutung, so dass Ives die Anerkennung als einer der wichtigsten amerikanischen Komponisten noch zu Lebzeiten erfahren konnte. Einige seiner Stücke, wie etwa "The Unanswered Question" erfreuen sich heute unerkannte Beliebheit, so z.B. als Filmmusik zu "Lola rennt" mit Franka Potente und Moritz Bleibtreu.

Die knapp neun Minuten lange "Overture in G-minor" schrieb Charles Ives vermutlich schon 1898 oder 1899 während oder kurz nach Ende seines Musikstudiums. Ihre Entstehung ist nicht restlos belegt, aber die Overture war wohl Teil seines "Set of Overtures: In These United States", von denen einige als verloren galten. In den erhaltenen Unterlagen ist die Instrumentierung des Stückes nicht komplett ausgeschrieben; sie wurde vor einigen Jahren von David G. Porter "realisiert", so wie Mozart's Requiem von Süßmayr zu Ende gebracht wurde.

 
Die Instrumentierung sieht neben der üblichen Besetzung in den Streichern und den Holzbläsern ein großes Kontingent Blechbläser vor, u.a. vier F-Hörner, zwei Es-Hörner, drei Posaunen und eine Tuba. Entsprechend wechselt auch während des Stückes der Schwerpunkt in einem interessanten Verhältnis zwischen den Streichern und Bläsern.

In seinem Stil erinnert das Stück sehr stark an einen Johannes Brahms mit amerikanischem Akzent. Man merkt ihm das Jugendhafte, das Suchen nach eigenem Stil an, wobei die dramatischen Affekte natürlich nicht fehlen dürfen. Hier sucht man noch weitgehend vergeblich die dissonanten Elemente, die seine späteren Werke kennzeichnen.

Das Werk wurde noch nicht verlegt, und unsere Aufführung kann wohl neben der Einspielung in Malmö beinahe als europäische Uraufführung gelten. Wir spielen aus der Fassung, die der Dirigent James Sinclair für die Ureinspielung angefertigt und verwendet hatte. Der Charles Ives Society und dem peermusic Verlag in Hamburg gebührt unser Dank, da sie auf die Erhebung von  Lizenzgebühren verzichtet haben. Ebenfalls danken wir dem Dirigenten James Sinclair, der der Charles Ives Society eng verbunden ist, für seinen Einsatz und Unterstützung bei der Beschaffung des Notenmaterials.

Tom Crozier


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